Leica M9 - Kurzer subjektiver Erfahrungsbericht

Neben meinen schweren (D)SLR Kameras samt den nicht weniger schweren Objektiven wünschte ich mir eine kleine, aber trotzdem gute Kamera, die meinen großen in nichts nachsteht.

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Aber wie komme ich jetzt ausgerechnet auf eine Leica M9P Nun, die legendären Objektive von Leica und die Kompaktheit der Vollformatkamera haben mich neugierig gemacht. Außerdem wollte ich wissen, wie ich mit dem Messsuchersystem und dem manuellem scharfstellen klar komme. Oh je, dachte ich mir, muss ich jetzt bis nach Solms fahren um eine Leica M9 zu testen? Zum Glück aber hatte mein Fotohändler eine Leica M9 und auch mein Wunschobjektiv dass Summilux 35 mm f/1,4 auf Lager. Zwei Wochen durfte ich diese Kombination ausgiebig testen. Den Wert den man mit sich herumschleppt sollte man ganz schnell vergessen (Kamera und Objektiv ca. 9000 Euro), da man sich ansonsten nicht auf das fotografieren konzentrieren kann, sondern ständig überlegt den Leica Schriftzug abzukleben. Meine Erfahrungen waren aber wirklich wie von vielen Leica M9 Besitzern beschrieben, man fällt nicht auf mit dieser Kamera, was nun wirklich dem eigentlichen fotografieren sehr zugute kommt.

Was kann ich nun schlussendlich zur Leica M9 und dem Summilux nach zwei Wochen sagen?

Die Schwäche der M9 ist Ihr wirklich schlechtes Display und die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Auch der Sensor produziert durch den nicht vorhandenen AA Filter nicht selten starke Moiré-Effekte. Sollte eine M9.2 kommen, so würde ich mir einen besseren Monitor, schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeit, Sensoranpassungen und einen mechanischen Spannhebel für den Verschluss wünschen.  

Sollte man das nötige Kleingeld zur Verfügung haben und eine kleine klassische Kamera mit den Vor- und Nachteilen eines Messsuchersystems akzeptieren, kann ich die M9 uneingeschränkt empfehlen.